
Die Blumen im Frühling – der Mond im Herbst,
im Sommer die kühle Brise – im Winter der Schnee!
Wenn unnütze Sachen den Geist nicht vernebeln,
ist dies des Menschen glücklichste Jahreszeit!
(Mumonkan, 19)
Was ist Zen?
Viel wird geschrieben, gestreamt und erklärt, was Zen ist. Schaut genau hin!
Das schein kein Phänomen unserer Zeit zu sein.
Dogen Zenji, ein Mönch aus dem 13. Jahrhundert, war unzufrieden mit den buddhistischen Schulen in seiner Heimat Japan. Er ging nach China, wo er das lebendige Chan/Zen suchte. Hier wurde ihm klar:
Zazen ist keine Meditationstechnik. Es ist einfach das Dharma-Tor des Friedens und der Freude. (Dogen Zenji, Fukanzazengi1)
Aber auch das sind nur Worte eines alten Mönchs. Ihr müsst es selbst erfahren, erforschen, verkörpern.
Unsere Traditionslinie
Im Zen ist immer wieder die Rede von Traditions – oder Übertragungslinien. So werden Unterschiede gebildet zwischen Soto und Rinzai, Mönchs- und Laientraditionen usw.
Das wirklich Entscheidende wird dabei oft übersehen:
Zen wird von Menschen praktiziert. Jeder und jede muss es für sich selbst erforschen und klären. Und Zen wird nur und ausschließlich von Mensch zu Mensch weitergegeben. Von HerzGeist (Shin) zu HerzGeist. Von Lehrer:in zu Schüler:in.
„Eine besondere Überlieferung außerhalb der Schriften,
unabhängig von Wort und Schriftzeichen:
unmittelbar des Menschen Herz zeigen, –
die (eigene) Natur schauen und Buddha werden2.“
Namen und Geschichte(n)
…. Harada Roshi, ein Mönch aus der Soto-Schule des Zen, schulte sich zusätzlich unter Rinzai-Meistern. So kam die Koan-Praxis zu uns. Yasutani Roshi lehrte und arbeitete mit Laien, ausserhalb des klösterlichen Systems in Japan. Yamada Roshi prägte viele Praktizierende aus anderen kulturellen und religiösen Hintergründen. Nyogen Zenzaki Sensei, der wirklich nichts werden wollte in der Hierarchie der Klöster und buddhistischen Organisationen. Robert Aitken Roshi, einer der Pioniere des Zen in Amerika – „forget youself and you are free“ – Gründer der Diamond Sangha und dann Rolf Drosten Roshi, der alte Laie aus Lindlar, die Linde vor seinem Fenster: Meine Lehrer …
Zazen in Münster
Donnerstags 18:30 – ca. 20:30 Uhr
mit Möglichkeit zum Dokusan
in meiner Praxis: Hammer Str. 39 in 48153 Münster
Wir sind eine offene Gruppe, wir praktizieren Zazen, niemand muss irgendwo Mitglied werden. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Wenn Sie zum ersten Mal daran teilnehmen wollen, oder eine Einführung ins Zazen wünschen, nehmen Sie bitte vorher Kontakt mit mir auf.
Kommen Sie bitte so pünktlich, dass Sie 5 Minuten vor Beginn an Ihrem Platz sein können.
Während der Sesshin findet in meiner Praxis kein Zazen statt.
Hier gibt es den aktualisierten Terminkalender.
Zazenkai in Münster
Zazenkai („Zusammenkommen um Zen zu üben“) bietet die Möglichkeit einmal einen ganzen Tag (10-17 Uhr) mit einer Gruppe zu praktizieren.
14. Februar 2026
20. Juni 2026
10. Oktober 2026
mit Teisho und Möglichkeit zum Dokusan
Bitte melden Sie sich zwei Wochen vorher an, wenn Sie teilnehmen wollen.
Sesshin in Münster
1. – 8.12. 2025 (Rohatsu)
7. – 12.04. 2026
18. – 23.08. 2026
29.11. – 6.12. 2026 (Rohatsu)
im
Haus Emmaus Wersebeckmannweg 77 | 48155 Münster.
Fragen und Anmeldungen bitte direkt an mich hubert.edin@online.de
Infos zu den Übernachtungs- und Verpflegungskosten für die Sesshin gibt es direkt auf der Seite von Haus Emmaus.
Für Zazen, Zazenkai und Sesshin werden keine Teilnahmegebühren erhoben.
Bei allen Veranstaltungen besteht die Möglichkeit zu Dana.
Mehr Informationen zur Wolken-und-Mond-Sangha.
- Shobogenzo, Die Schatzkammer des wahren Dharma-Auge, übersetzt von Gabriele Linnebach, Band 1. S. 309ff
oder: Taizen Maezumi, Das Herz des Zen, S. 178 ff ↩︎ - Das Zitat wird Bodhidharma zugeschrieben, dem legendären ersten Patriarchen des Zen. vgl. Heinrich Dumoulin: Geschichte des Zen-Buddhismus. Band I: Indien, China und Korea. S. 83. ↩︎